hiermit wende ich mich an alle wortkonsumenten. wir leben mit der sprache, wir leben durch sie, sie formt uns und wir verändern sie. wir passen uns an sie an und sie passt sich der zeit an. ohne über ihre bedeutung nachzudenken, bedienen wir uns ihrer.

durch buchdruck, hörfunk, fernsehen und internet sind wir zu konsumenten des wortes geworden. in der regel hören wir dreimal so viel wie wir sprechen. diese passive haltung zieht zunehmend kommunikationsprobleme nach sich.

durchschnittlich 600 millionen wörter saugt ein mensch unserer entwickelten industriegesellschaft in seinem leben ein. egal wie unwichtig, störend, verführerisch oder irritierend diese worte sind.

mit sprache schaffen wir ordnung. erscheinungen mit gemeinsamen merkmalen fassen wir zu überbegriffen zusammen. selbst gefühle können wir beschreiben. sprache läßt sich nicht vom denken trennen. je klarer wir denken, desto bewußter können wir uns mitteilen.

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